Genie in a bottle – Drei Wünsche für die digitale Ausstattung an meiner Schule (Jan. 2018)

Angestoßen von dem Treffen mit Schulleitern und Medienexperten der Mitgliedsschulen von Montessori-Nordbayern habe ich mir ein paar Gedanken dazu gemacht, wie meine digitale Wunschausstattung in Schule und Klassenzimmer aussehen würde.
Zunächst zu unserem aktuellen Ist-Zustand. Hier müssen wir uns nicht verstecken, denn unser neuer Anbau, in dem unter andern die Sekundarstufe beheimatet ist, verfügt über zuverlässiges und schnelles W-Lan – sowohl für LuL als auch für SuS. Die Sekundarstufenklassenzimmer, IT- und PCB-Räume verfügen über interaktive Whiteboards, der IT-Raum über stationäre PCs und die Klassen über eine kleine Anzahl an Laptops. Zusätzlich setzten wir ein BYOD-Konzept mit Smartphones und Tablets in den Klassenstufen 7/8 und 9/10, sowie Tablets in 5/6 um. Den Schülern ist es freigestellt, ob sie ein privates Geräte mitbringen oder nicht. Ich selbst arbeite regelmäßig in zwei Klassenzimmern, von denen eines über einen Apple TV verfügt.
Manch einer würde da ins Schwärmen kommen und wäre froh, über diese Ausstattung nur im Ansatz verfügen zu können. Da man als Lehrer jedoch häufig dem Optimierungswahn verfallen ist, sucht man natürlich auch hier nach Verbesserungsmöglichkeiten.

  1. Wünschenswert wäre beispielsweise eine 1 zu 1 Ausstattung an Tablets. Umsetzen könnte man dies über ein BYRD (Bring Your Rented Device) -Konzept. Die Schüler zahlen einen festen Betrag pro Monat und bekommen so vollen Support bei Problemen/Schäden und meist nach 3 Jahren ein neues Gerät. Hier würde die Wartung nicht in die Hände der Schule fallen und die Schule hätte auch keine Sorgen mit beschädigten Geräten. Hier sind Anbieter und SuS in der Verantwortung.
  2. Meiner Meinung nach sind die interaktiven Whiteboards, die nur über den Lehrerlaptop bedient werden können nicht mehr zeitgemäß und führen ungewollt zu einer Zentralisierung des Unterrichtsgeschehens. Wünschenswert wäre eine einheitliche Lösung mit Apple TV oder Miracast, um auf die vorhandenen Beamer kabellos zugreifen zu können. Hier könnten die SuS auch ihre Tablets einfach verbinden, ohne dass ein Herumkopieren der Dateien nötig ist.
  3. Lernplattform – ja oder nein? Lernplattformen an sich sind eine tolle Sache, müssen jedoch vom ganzen Kollegium getragen werden. Eine zeitnah umzusetzende Möglichkeit sehe ich in OneNote Class Notebook. Als Schule könne wir unseren SuS über Microsoft Education eine eigene E-Mail-Adresse einrichten und ihnen somit Zugang zu Office 365 ermöglichen. Eltern können Lesezugriff ohne vorherige Registrierung bekommen.
    Sollte ich also demnächst beim Aufräumen des Dachbodens auf eine Wunderlampe treffen, werde ich schauen, ob hier ein „Genie“ zuhause ist und mir meine drei Wünsche erfüllt 😉

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